Go home yankee! – Solidarität mit der venezolanischen Bevölkerung

In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar bombardierten US-amerikanische Streitkräfte die venezolanische Hauptstadt Caracas und weitere zentrale Regionen des Landes, dabei wurden Präsident Maduro verschleppt.

Denn das ist ein Angriffskrieg und damit  ein klarer Ausdruck der Brutalität des US-Imperialismus und nichts anderes.
Aber wenn wir in diesen Tagen die deutschen Medien verfolgen, dann sehen wir, der Angriff auf Venezuela wird relativiert, dabei liegt offen auf dem Tisch, was tatsächlich passiert.
Seit Monaten greifen die USA venezolanische Boote an, beschiessen sie, bombardieren sie und töten dabei unbewaffnete Besatzungen.
Der Vorwand ist dabei immer derselbe: Bekämpfung von sogenannten Drogenkartellen.
Doch tatsächlich geht es den USA um die Rohstoffe des Landes. Im Fokus stehen 18% der weltweiten Ölreserven.

Trump machte deutlich, dass es nun darum gehe, die Macht in Venezuela zu übernehmen und die US-Ölkonzerne ins Land zu bringen, um die reichen Vorkommen zu erschließen.
Zur Not würde man dieses Vorhaben auch mit einer zweiten noch größeren Invasion militärisch durchzusetzen.
Es geht bei dem Vorgehen der USA aber nicht allein um den Einfluss auf Venezuela, sondern um eine größere geopolitische Offensive.

Gemäß ihrer nationalen
Sicherheitsstrategie will die Trump-Administration mit Bezug auf die Monroe-Doktrin dafür sorgen, dass ganz Lateinamerika unter US-amerikanischen Einfluss steht.
Dieser Anspruch richtet sich sowohl gegen jegliche Ansätze souveräner lateinamerikanischer Politik.
Diese Politik der Vereinigten Staaten hat dabei eine lange historische Kontinuität.
Seit dem 20. Jahrhundert kam es in zahlreichen lateinamerikanischen Ländern zu politischen und ökonomischen Interventionen, bis hin zu Unterstützung von Staatsstreichen.

Sich diesen Angriffen zu widersetzen, hat nichts mit der Unterstützung von Maduros korruptem Regime zu tun.
Es ist das alleinige Recht der venezolanischen Massen mit ihrer langen revolutionären Geschichte, ihn abzusetzen.

Währenddessen fallen Deutschland und viele andere westeuropäische Länder  durch ihre infame Komplizenschaft mit den US-Aggressionen auf.
Merz etwa sprach nach der Entführung Maduros davon, dass die rechtliche Beurteilung „komplex“ sei und man sich dafür Zeit nehmen wolle.

Doch dass es sich hierbei nicht um eine einfache Eskalationsstufe im von den
USA propagierten Drogenkrieg handelt, liegt auf der Hand.
Venezuela unterhält enge Beziehungen zu den imperialen Rivalen Russland und China. Durch einen Regimewechsel und den Austausch von Nicolás Maduro
durch Maria Corina Machado erhoffen sich die USA eine Öffnung des Landes für US-amerikanische Konzerne und die Privatisierung der Ölvorkommen.

Der Angriff der USA zeigt mal wieder:Das Völkerrecht ist Heuchelei, und die USA ist der Hauptfeind der Völker!

Staaten, die sich den Interessen der USA widersetzen, müssen mit Repressionen rechnen – sei es durch einseitige Sanktionen, diplomatische Isolierung oder eben im äußersten Fall durch militärische Gewalt.
Vereint ist diese Politik im Versuch, den Gegenbeweis zur Alternativlosigkeit des Kapitalismus auszulöschen, wie ihn beispielsweise Kuba jeden einzelnen Tag erbringt.


Ob in Palästina, Venezuela oder der Ukraine, der US-Imperialismus hat nur ein Ziel: mit barbarischen Mitteln den unvermeidlichen Niedergang seiner Hegemonie aufzuhalten.
Doch die Zuspitzung zeigt auch die Brüchigkeit der imperialistischen Ordnung:

Wie Hugo Chávez sagte: „Wenn die Hunde [des Imperiums] bellen, dann nur, weil wir reiten.
Lasst uns diesen Weg der Revolution weitergehen.
Lasst die Hunde des Imperiums bellen. Das ist ihre Aufgabe: zu bellen.
Unsere Aufgabe ist es, für die Festigung dieses Jahrhunderts, jetzt, die wahre Befreiung unserer Völker zu kämpfen!“

Wir bekräftigen die Aufforderung  der Partido Comunista de Venezuela:
Diese ruft zur  internationalen Solidarität der Arbeiter*innenKlasse auf und appelliert an die kommunistischen Parteien und Arbeiter*innen weltweit, um die imperialistische Piraterie und die neokoloniale Offensive gegen Venezuela und gegen ganz Lateinamerika und die Karibik, zu stoppen.

Denn die  Herrschenden in Washington und Berlin werden ihren jetzigen Kurs nur ändern, wenn sie auf massiven Widerstand von unten stoßen werden.